Menu zum Shop

Dopplersonografie peripherer Arterien

Abb. 22.28 a:

Spektraldoppler. Mit dem Spektraldoppler erkennen wir sofort die Qualität des Flusses.

(a) Man sieht, ob es sich um einen Niedrigwiderstands- oder Hochwiderstandsfluss handelt. Der Niedrigwiderstandsfluss zeigt eine hohe Enddiastole (z.B. Karotis, Vertebralis und Nierenarterie) aber auch Extremitätenarterien nach Belastung oder intrastenotisch bzw. distal von hochgradigen Stenosen oder Verschlüssen zeigen einen erhöhten enddiastolischen Fluss. Beim Hochwiderstandsfluss sieht man eine mehrphasische Welle mit frühdiastolischem Rückstrom und enddiastolischem Nullfluss (bei jüngeren Individuen drei- oder vierphasisch, bei älteren Menschen biphasisch). Der Spektraldoppler dient zur Graduierung von Stenosen.

(b) Identische Situation wie in Abbildung 22.27b und c. Doppler-Spektralanalyse der In-Stent-Stenose. In der In-Stent-Stenose liegt die systolische Spitzengeschwindigkeit > 4 m/s. Die Enddiastole beträgt etwa 1,2 m/s. Auch im Spektraldoppler tritt ein Aliasing auf. Im vorliegenden Fall ist die Spitzengeschwindigkeit oben abgeschnitten, sie wird unter der Nulllinie angebaut. Beim Spektraldoppler handelt es sich wie beim Farbdoppler um einen gepulsten Doppler, man kann Geschwindigkeitserhöhungen nur begrenzt messen, je nach verwendeter Dopplerfrequenz (und Tiefe der Messung). Man könnte im vorliegenden Fall die Pulsrepetitionsfrequenz (PRF) erhöhen, was aber hier nicht mehr möglich war, oder man erniedrigt die Dopplerfrequenz (war hier auch nicht mehr machbar); die Nulllinie kann man ebenfalls nicht mehr viel nach unten verschieben. Alternativ bleibt im vorliegenden Fall nur mehr ein Transducer mit niedrigerer Dopplerfrequenz übrig (z.B. Abdominaltransducer), um die Höhe der systolischen Spitzengeschwindigkeit exakt zu bestimmen.

Zurück