Dopplersonografie peripherer Arterien
Abb. 22.47 c:
Pseudoaneurysma-Verklebung.
(a) Echoloses ovaläres Pseudoaneurysma, 2,4 × 1,4 cm, mit Messkreuzen gekennzeichnet. Das Pseudoaneurysma sitzt der A. profunda femoris vorne unmittelbar auf. Die Kommunikation zum Trägergefäß wird „Fistel“ genannt, ist an der hinteren oberen Zirkumferenz des Pseudoaneurysmas zur A. profunda femoris gerichtet, gerade zu erahnen.
(b) Im Power-Mode sind das Pseudoaneurysma und die A. profunda femoris homogen farbkodiert, die sehr kurze zarte Fistel ist jetzt gut zu erkennen.
(c) Doppler-Spektralanalyse in der Fistel. Einstrom in der Systole mit hoher Geschwindigkeit, Ausstrom in der Diastole mit geringerer Geschwindigkeit, der Fluss verläuft ins Pseudoaneurysma und wieder heraus. Bei einer echten arteriovenösen Fistel zeigt sich in der Fistel zwischen Arterie und Vene ein monophasischer Niedrigwiderstandsfluss (mit sehr hoher Spitzengeschwindigkeit und sehr hoher Diastole, als Hinweis auf den niedrigen Widerstand im venösen System). Demzufolge ist die AV-Fistel vom Pseudoaneurysma anhand des Flusses sofort zu unterscheiden.
(d) Nadellage im Pseudoaneurysma, vor der Thrombininjektion (der Nadelverlauf ist durch die gelben Pfeile gekennzeichnet).
(e) Strömungsjet während der Thrombininjektion (mit blauen Pfeilen markiert).
(f) Unmittelbar nach der Thrombininjektion echogene Darstellung des jetzt thrombosierten Pseudoaneurysmas.
(g) Etwa 5 min nach der Thrombininjektion ist das Pseudoaneurysma nicht mehr echoreich, sondern echoarm (dies hängt aber sehr von der Aussteuerung der Grauverstärkung ab). Jetzt ist auch die verschlossene „Fistel“ gut zu erkennen.
(h) Nach Verklebung ist keine Farbkodierung im Pseudoaneurysma mehr nachweisbar. Das Trägergefäß (A. profunda femoris) ist normal farbkodiert. Die „Fistel“ ist nicht mehr durchströmt.
(i) Pseudoaneurysma im Dual-Mode. Im Dual-Mode wird in Echtzeit das Graubild und unmittelbar daneben der Farbdoppler betrachtet. Im linken Bild (Graubild) sieht man ein rundes echoloses Pseudoaneurysma, welches der distalen A. brachialis vorne unmittelbar aufliegt. Die sehr kurze Kommunikation „Fistel“ zwischen Pseudoaneurysma und A. brachialis ist erst unter Kenntnis des Fistelverlaufes im Farbdoppler zu erkennen. Im rechten Farbdoppler-Bild ist die A. brachialis rot kodiert, der Einstrom in das Pseudoaneurysma über einen Strömungsjet der Fistel ist sehr gut zu erkennen. Anhand des Farbbildes und der Kenntnis des Fistelverlaufes kann man dann am Graubild nochmals exakt die Fistelbreite evaluieren.